Neubeginn nach ‘45

Das Ende des zweiten Weltkrieges brachte auch für die Gommeraner Sozialdemokraten die Möglichkeit, sich neu zu organisieren. Von 24 im Juni 1945, war die Zahl der Mitglieder bis zum Dezember 1945 auf 412 gestiegen. Die ebenfalls im Ort wieder vertretene KPD konnte bis Ende Oktober 123 Mitglieder gewinnen. Auf der Hauptversammlung der Sozialdemokratischen Partei in Gommern, am 29.12.1945 im Volkshaus, wurden die Mitglieder geehrt, die vor 1933 der SPD angehörten und nun wieder ihre Mitgliedschaft erneuerten.

Die Zeichen der Zeit zeigten aber auf einen Zusammenschluß der beiden Arbeiterparteien. Mit Hilfe und durch Druck der sowjetischen Besatzungsmacht, Versprechungen der KPD auf Gleichberechtigung beider Parteien nach einer Vereinigung in ein einheitlichen Arbeiterpartei, wurde auch in Gommern der Weg in Richtung Zusammenschluß begangen.

Im Frühjahr 1946 wurde dann auf einer gemeinsamen Versammlung der SPD und KPD die Vereinigung beider Ortsgruppen beschlossen. Als gleichberechtigte Vorsitzende der neuen SED wurden der Sozialdemokrat Walter Ladebeck und der Kommunist Walter Krenzke gewählt.

Damit endete zum zweiten mal nach 1933 die Existenz der Sozialdemokratischen Partei in Gommern.

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Arne Lietz - SPD-Abgeordneter des Europäischen Parlaments für Sachsen-Anhalt
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